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Freiwillig

Am 3. Oktober 1909 bildet sich in Salzkotten neben der Pflichtfeuerwehr eine Freiwillige Feuerwehr.

Nach der konstituierenden Versammlung wurde die Satzung angenommen und die Vorstandsmitglieder gewählt. Die Leitung hatte der damalige Brandmeister Ing. Scheuffgen und zu seinem Stellvertreter wurde der Gastwirt Hentzen bestellt.

Führer der <<Steigerabteilung>> ist Bernhard Schipp,

Führer der <<Spritzenabteilung>> Gastwirt Hentzen

Führer der <<Ordnungs- und Geräteabteilung>> Ludwig von Sobbe

Zum Kassenwart wurde Bäckermeister Reinecke (Gründer der Brotfabrik Reinecke) und zum Schriftführer der Kirchenkantor Josef Schumacher bestellt.

Die Satzung wurde durch die damalige Regierung in Minden bestätigt und genehmigt.

Zur Ausrüstung genehmigte die Stadt 600 Mark, die westf. Provinzial-Feuersozietät 200 Mark und andere Versicherungsgesellschaften kleinere Geldbeträge.

Während bereits im Jahre 1901 von der „FEG-Feuerwehr" (FEG=Fabrik explosionsgeschützter Gefäße) berichtet wird ist das ein Zeichen dafür, dass dies wohl in Salzkotten und Umgebung die einzige WERKFEUERWEHR gewesen ist, mit der die Freiwillige Feuerwehr am 28. Juni 1932 die letzte gemeinsame Übung durchgeführt hat.

Am 13. März des Jahres 1912 wurde der Kreisfeuerwehrverband Büren gegründet, dem die Feuerwehren des Kreises beigetreten sind. Als Verbandsbeitrag wurden je Mitglied 10 Pfennig erhoben.

Am 21. November des Jahres 1914 wird der Beschluß gefasst, den im Felde stehenden 16 Kameraden der Feuerwehr ein Weihnachtspaket mit Wurst, Schokolade sowie Rauch- und Kautabak im Wert von 3 Mark zukommen zu lassen. Dies wiederholte sich jährlich bis zum Kriegsende des Jahres 1918.

In den darauffolgenden Jahren verstärkte sich die Freiwillige Feuerwehr Salzkotten zunehmend, aber nicht nur im personellen Bereich mit ca. 60 Mitgliedern, sondern auch technisch so dass am 1. Februar 1931 eine neue Motorspritze und ein neues Gerätehaus mit Schlauchtrocknungsturm durch den damaligen Amtmann Darup übergeben wurden.

Brandmeister Stemberg nahm dieses Geschenk namens der Feuerwehr dankend an indem er versicherte, dass die Feuerwehr stets ihren Pflichten nachkommt getreu dem Wahlspruch: "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr."

Bereits am 11. Januar 1933 sollte die Feuerwehr aus <<praktischen Gründen>> in mehrere Löschzüge aufgeteilt werden, welche die Bezeichnung der jeweiligen Zugführer trugen.

Mit dem Heldengedenktag am 13. März 1938, bei dem eine Formation der Feuerwehr vom Rathaus zum Schützenplatz marschierte, enden die Aufzeichnungen des damaligen Protokollbuches.

In den Wirren des zweiten Weltkrieges wurden die Männer der Freiwilligen Feuerwehren zum Militär- bzw. Kriegsdienst eingezogen. Somit liegen uns leider keinerlei Aufzeichnungen über den Fortgang des Feuerwehrwesens der Stadt und des Amtes Salzkotten-Boke vor. Aus mündlichen Überlieferungen, insbesondere durch den Kreisbrandmeister Bernhard Meschede aus Salzkotten, der selbst im Jahre 1941 als 14-jähriger Junge zur damaligen HJ-Feuerwehr dienstverpflichtet war ist bekannt, dass neben Kindern und Jugendlichen auch Frauen und nicht kriegsdienstverwendungsfähige Männer die Feuerwehr aufrecht erhielten und somit den Feuerschutz der Stadt und der amtsangehörigen Gemeinden sicherstellten.

In den letzten Kriegsjahren, als Nacht für Nacht und Tag für Tag Bomben deutsche Städte in Schutt und Asche zerlegten, ist die Feuerwehr ausgerückt um mitzuhelfen, das so entstandene Leid und Elend der Bevölkerung zu lindern und die verheerenden Brände zu löschen. Diese Einsätze gestalteten sich äußerst schwierig, denn die Luftüberlegenheit der Alliierten machte den Feuerwehreinsatz stets zu lebensgefährlichen Unternehmungen.

Diese Einsätze erstreckten sich über bis zu 100 Kilometer entfernt liegende Schadensgebiete und Bernhard Meschede berichtet von Löscheinsätzen nach Bombenangriffen auf die Städte Dortmund, Soest und Paderborn, die ständig mit höchster Lebensgefahr durch feindlicheTiefflieger und Jagdbomber begleitet wurden.

Am 29. August des Jahres 1941 wurde mit Genehmigung der Amtsverwaltung Salzkotten-Boke die Gründung eines Amtsfeuerwehrverbandes ausgesprochen, dem damals folgende Gemeinden angehörten:

Anreppen, Bentfeld, Boke, Garfeln, Hörste, Mantinghausen, Niederntudorf, Oberntudorf, Rebbeke, Scharmede, Schwelle mit Holen und Winkhausen, Thüle, Upsprunge, Verlar, Verne und Salzkotten.

In 11 dieser Gemeinden wurde eine eigenständige Feuerwehr eingerichtet, die durch den gemeinsamen Feuerschutzetat unterhalten wurden. Dies hatte zur Folge, dass die 11 Feuerwehren auch den Feuerschutz für amtsangehörige Gemeinden ohne eigene Feuerwehr wahrnehmen mussten.

Der Feuerwehrausschuß, ein Gremium, welches aus Amtsvertretern und sachkundigen Bürgern (i.d.R. die Gruppenführer) bestand, beriet und beschloss Vorschläge zur Unterhaltung der Amtsfeuerwehr und legte diese Beschlüsse mit entspr. Empfehlung der Amtsvertretung vor.

Nach Kriegsende war die Ausrüstung der Feuerwehren recht dürftig geworden, nicht zuletzt durch den ständigen und täglichen Einsatz, bei der Mannschaft und Gerät erheblich gelitten haben. Ersatzteile waren praktisch nicht zu bekommen und durch die Demontage von den noch übrig gebliebenen Fabriken und Industrieanlagen durch die Alliierten, war auch die Beschaffung von Feuerlöschgeräten fast unmöglich und die deutsche Reichsmark war praktisch wertlos geworden.

Oberbrandmeister a.D. und heutiger Ehrenbrandmeister Wilhelm Kellner aus dem Salzkottener Ortsteil Verlar, Träger des Bundesverdienstkreuzes, weiß zu berichten, dass zur damaligen Zeit Organisationstalent gefragt war und so hat er für die Feuerwehr Verlar eine Motorspritze für einen Sack Kartoffeln erstanden.

Fahrzeuge waren, wenn man einmal von der Stadt Salzkotten absieht, überhaupt nicht vorhanden. So mussten Pferdegespanne und später auch Traktoren die Gerätschaften der Feuerwehr zum Einsatzort bringen.

Der wirtschaftliche Aufschwung der inzwischen gegründeten Bundesrepublik Deutschland brachte schließlich auch für die Feuerwehren des Landes den lang ersehnten technischen Fortschritt und so konnten im Lauf der 50er und 60iger Jahre moderne Tragkraftspritzen und Feuerwehrfahrzeuge für die Feuerwehren des noch bestehenden Amtsverbandes beschafft werden.

Der damalige Amtsdirektor, Johannes Bremann, hat sich neben den Bürgermeistern der Gemeinden sehr stark für die Modernisierung der Feuerwehren des Amtsverbandes eingesetzt.

Somit waren die Voraussetzungen für die moderne Brand- und Schadensbekämpfung geschaffen. Nun lag es in den Händen der Führungskräfte des Amtsfeuerwehrlöschverbandes, die freiwilligen Feuerwehrmänner durch gezielte Schulungen auf einen den technischen Gerätschaften gerecht werdenden Leistungs- und Wissensstand zu bringen. Zahlreiche Trupp- und Gruppenführerlehrgänge wurden durch die Feuerwehrmänner absolviert, so dass der Ausbildungsstand und die Schlagkraft der Feuerwehr von Jahr zu Jahr zunahm.

Für die Feuerwehr der Stadt Salzkotten standen ein LF 8 TSA (Löschgruppenfahrzeug mit Tragkraftspritzenanhänger) und ein LF 15 (Löschgruppenfahrzeug mit eingebauter, vom Fahrzeugmotor angetriebene Feuerlösch-Kreiselpumpe mit einer Förderleistung von 1.500 l/min) zur Verfügung.

Beide Fahrzeuge waren längst überaltert (Baujahr 1940/41) und bedurften dringender Erneuerung.

Schließlich, im Jahre 1958 wurde das erste Tanklöschfahrzeug (TLF 16/24) beschafft. Dieses Fahrzeug hatte eine eingebaute Feuerlösch-Kreiselpumpe mit einer Nennförderleistung von 1.600 l/min und einem eingebauten Wassertank mit 2.400 Litern Fassungsvermögen was zur Folge hatte, dass ohne Zeitverzögerung durch Verlegen von Saug- und Druckleitungen der sofortige Löschangriff vorgetragen werden konnte.

Die 60er Jahre waren für die Feuerwehr die beschaffungsfettesten Jahre der Nachkriegszeit. Dies spiegelte sich in der persönlichen, sowie auch bei der technischen Ausrüstung wieder. Neben dem bereits o. g. Fahrzeug wurde ein weiteres TLF 16/24, ein Rüstwagen der Kategorie RW 2, ein LF 16/Ts sowie 8 TSF/T-Fahrzeuge beschafft. Zusätzliche Atemschutzgeräte, Sprechfunkanlagen für jedes Fahrzeug und ein Rettungssatz (Schere und Spreitzer ) rundeten das

Ausrüstungsgeschehen ab. Damit war endgültig die Ära der Traktoren und Tragkraftspritzenanhänger vorbei.






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Zuletzt geändert am 18-Jul-2002 1:41 PM

 
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